
| Die Orte Heretsried und Lauterbrunn wurden erstmals im 13 Jahrhundert schriftlich erwähnt. Über beide Dörfer ist im Anschluss eine kleine stichpunktartige Wanderung durch die Jahrhunderte bis zum heutigen Tage aufgelistet. So konnten beide Orte im vergangenen Jahrhundert einen runden Geburtstag feiern. Das 700jährige
Bestehen wurde 1985 in Lauterbrunn begangen. Heretsried blickte
im Jahr 1992 auf 750 Jahre zurück.
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| Kurze Ortsgeschichte von Heretsried |
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| Bischof Soboto von Augsburg hat im Jahr 1242 das Dorf Heretsried mit sämtlichen Einkünften (Zehenten) dem Kloster Holzen einverleibt. Nicht lange vorher ist es entstanden (Rodung durch Heribrecht). | |||
| 1285 | wurde in Hausen bei Heretsried ein kleines Frauenkloster gegründet. 1290 nach Salmannshofen verlegt. 1401 abgebrannt. Die Nonnen sind hierauf nach Kloster Holzen gezogen. | ||
| 1310 | war Heretsried nach einer alten Urkunde dem Kloster Holzen vogtbar, gerichtbar, reutbar, dienst- und strafbar, sowie gilt- und zehentbar. Um diese Zeit sind die Bewohner von Hausen abgewandert. Hausnamen wie Hauser Jackl und Hauser Schuster erinnern noch daran. Damals ist Heretsried Pfarrsitz geworden. | ||
| 1414 | hat die Äbtissin, als das Kloster in großer Not war, das ganze Dorf mit allen Nutzungen an Sebastian Ilsung, einen reichen Bürger in Augsburg für 146 Gulden verkauft. | ||
| 1479 | ist das Pfarrhaus zum zweiten Mal abgebrannt. | ||
| 1484 | wurde das Dorf für 300 Goldgulden wieder zurückgekauft. | ||
| 1525 | wütet der Bauernkrieg. Die hiesigen Bauern haben sich nicht gegen die Klosterherrschaft erhoben. Sie hatten Holz und Streu erhalten. Jagd und Fischerei wurden freigegeben. Damit waren sie zufrieden. | ||
| 1600 | hat das Kloster an die Heretsrieder Untertanen die sog. Reutmähder 104 Tgw. um den Preis von 1300 Gulden verkauft. Eine von sechs Bedingungen war, dass jeden Samstag beim Glockenzeichen drei Vater unser für das Kloster gebetet werden. | ||
| 1636 | tobte der 30jährige Krieg. Kirche und Wohnhäuser wurden von den Schweden niedergebrannt. Nach einem Bericht der Klosterchronik hat die Äbtissin Agnes von Neuegg im Dorfe nur mehr 6 Untertanen vorgefunden. Mit großen Unkosten hat sie die Kirche wieder aufbauen lassen. | ||
| 1805 | hat Kaiser Napoleon I einen Krieg gegen die Österreicher geführt. Im Wald zwischen Heretsried und Peterhof wurden drei französische Reiter von Bauern erschossen und ihnen das in Gablingen geraubte Geld wieder abgenommen. | ||
| 1811 | wurde auf dem Kirchberg eine alte Glocke ausgegraben. | ||
| 1853 | wurde
das neue Schulhaus gebaut. 1956 erfolgte ein Umbau. |
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| 1945 | hatte die Gemeinde 12 tote oder vermisste Krieger zu beklagen. | ||
(Quelle:
Festschrift 750 Jahre Heretsried) |
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| Kurze Ortsgeschichte von Lauterbrunn | |||
| 1254 | wurde in einer Schenkungsurkunde von Ulrich von Bocksberg an das Kloster Kaisheim der Ort Lauterbrunn erstmals erwähnt. | ||
| 1285 | erlässt Abt Heinrich von Kaisheim den Auftrag Lauterbrunn zu roden. In der vorhandenen Rodungsurkunde werden alle Bedingungen und Rechte genau beschrieben. | ||
| 1335 | wurden die Ortschaft an Wilhelm von Pappenheim, der in Biberbach residierte, verkauft. | ||
| 1492 | wurde beim Rückkauf von Lauterbrunn durch die Marktgrafschaft bereits 46 Feuerstätten gezählt. | ||
| 1565 | wird erwähnt, dass 10 Sölden von Juden bewohnt wurden und sogar eine eigene Judenschule vorhanden war. Als Schutzgeld mussten jene Juden jährlich 7 fl an die Pappenheimer entrichten. | ||
| 1573 | erwarben die Fugger die Ortschaft | ||
| 1574 | Wiederaufrichtung des Ziegelstadels, dies weist auf eine frühe Ziegelherstellung hin. Neben Kohlebrennen und Landwirtschaft wurde auch eine reiche Fischzucht im Schlossweiher betrieben. | ||
| 1581 | wird dem Ort eine gewisse Selbstverwaltung eingeräumt und das Organ der „Vierer“ gewählt. | ||
| 1636 | tobt der 30jährige Krieg. Ein Drittel der Bewohner flohen vor den Grausamkeiten der Schweden bis nach Österreich. | ||
| 1689 | wird das Braurecht von den Fuggern abgekauft und der Wirt verpflichtet das Bier in Emersacker zu holen. | ||
| 1767 | taucht zum ersten Mal als Bürgermeister ein gewisser Josef Rager auf. | ||
| 1768 | wird nach einem Blitzschlag der Turm und Dachstuhl der Kirche zerstört und von der Fuggerschen Stiftung wieder erneuert und erweitert. | ||
| 1812 | ziehen französische Truppen durch Lauterbrunn und zwingen die Bauern ihre Pferde als Vorspann zur Verfügung zu stellen. | ||
| 1945 | im zweiten Weltkrieg mussten 30 junge Männer das Leben lassen oder gelten bis heute als vermisst. | ||
(Quelle:
Festschrift 700 Jahre Lauterbrunn) |
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| Seit 01.05.1978 bilden
die Dörfer Heretsried und Lauterbrunn sowie dem Weiler Monburg die
politische Gemeinde Heretsried. |
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